Leben in China

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Aus dem Leben

Geschichten



Geschichten, die das Leben schreibt

10.06.2005
Bemerkenswert heute, daß der Hund der Nachbarn heute den ganzen Tag nicht zu hören war, kein panisches Jaulen, kein Kläffen, Nichts. Hat er sich endlich an dem kurzen Stück Leine aufgehängt, mit dem er immer am Zaun hängt?
Wäre kein Wunder. Das arme Vieh hängt den ganzen Tag an einem Strick, ca. 80cm lang am Zaun. Die „Tierliebe“ hier ist bemerkenswert.
Zum Glück kläffen und jaulen die restlichen Hunde in der Umgebung noch fleißig, sonst wäre es schon beängstigend still. Der Nachbar, der seine Heimkehr immer mit Dauerhupen schon aus einem Kilometer Entfernung angekündigt hat, ist ja ausgezogen.
Nachmittags, als ich Charlie vom Bus abholen will, bemerke ich ein Prospekt für eine chemische Reinigung am Zaun. Denke mir noch, daß das gerade richtig kommt, weil wir nie wissen, wohin mit unseren Stücken zur Reinigung.
An der Straßenecke sehe ich dann zwei Securityclowns mit einer jungen Frau streiten und beim Näherkommen sehe ich, daß einer der Clowns einen Packen der Reinigungsprospekte in seinem Fahrradkorb hat.
Aha, die junge Frau hat also das „übliche Trinkgeld“ für das Management vergessen und deshalb ist’s nix mit Prospekte verteilen.
Als wir dann nach Hause kommen, hockt gerade wieder ein Hund vor unserem Einfahrtstor und setzt einen schönen Haufen hin. Die Besitzerin des niedlichen Kläffers steht einige Meter weiter und sieht natürlich Nichts. Als ich sie frage, wo sie denn wohnt, damit ich ihr später den Haufen vor die Tür legen kann, ist sie richtig entrüstet über die Unverschämtheit der Ausländer. Hat sie ja eigentlich auch Recht.
Bei den hiesigen Umgangsformen kann ich schließlich froh sein, wenn die Hundebesitzerin davon Abstand nimmt, sich daneben zu setzen.
Dabei kann ich wirklich richtig froh sein, denn als ich mich bücke um den Haufen mit etwas Papier zu entfernen bemerke ich etwas unter meinem Auto liegen und als ich nachsehe, stelle ich fest, daß das meine schon vermißte Ausgabe der Computerzeitschrift ist, die ich in Deutschland abonniert habe und auf die ich sehnsüchtig warte. Sonst hat sie der Postbote immer auf die Motorhaube geworfen, damit sie bei Regen noch etwas abgewaschen wird, zur Zeit regent es aber nicht und sicher hat er sich gedacht, etwas Schatten wäre auch nicht schlecht.
Na ja, gelegentlich werde ich ihm einmal unseren tollen, extragroßen (für die Zeitschrift) Briefkasten erklären, wir wollen ja auch unseren Beitrag zur Entwicklung leisten.
Als ich dann einmal ums Haus gehe um nachzusehen wieviel vom Rasen übriggeblieben ist (meine Frau hatte am Wochenende den Compoundgärtner gebeten, für ein „kleines“ Trinkgeld zu mähen, da ich derzeit nicht dazu komme), stelle ich fest, daß der vor zwei Tagen neu installierte Wasserhahn schon wieder tropft, obwohl ihn niemand berührt hat und er dicht war, nachdem ich ihn angeschlossen hatte.
Westliches Handwerk und chinesischer Wasserhahn, zwei Welten prallen aufeinander, das kann nicht gut gehen.
Etwas Plastikfolie drumgewickelt und mit (verrostetem, sonst sieht’s nicht echt aus) Draht festgebunden und schon ist Alles wieder „chinesisch“, soll keiner behaupten, ich würde nicht versuchen, mich zu integrieren.

11.06.2005
Heute Nacht hat es geregnet. Das ist sehr schlecht. Da muß ich dann 15 Minuten früher aus dem Haus. Nein, nicht weil ich ein Taxi „fangen“ muß. Das ist vorbei, seit wir unseren Beijing Jeep haben und außerdem hatte das immer mindestens eineinhalb Stunden gedauert. Nein, ich muß erst das Auto abwaschen. Nach Regen ist das Auto immer mit einer dunkelgrauen Schicht überzogen. Ja, die Luft ist wirklich „etwas angeschmutzt“ hier.
Auch brauche ich immer eine kleine Verschnaufpause nachdem ich über den See direkt vor unserer Treppe gesprungen bin. Das war nämlich so: Als wir mit unserem Hausherren den Vertrag ausgehandelt hatten, brauchte er noch Etwas, um sein Gesicht zu wahren, denn der ausgehandelte Preis war wirklich gut (für uns), also hat er erklärt, daß er außerhalb des Hauses Nichts machen werde. Ich habe erleichtert zugestimmt. Ehrlich, chinesische Winziggartenarchitektur ist nicht mein Ding.

Als ich ihm dann noch die Steinplatten abgeschwatzt hatte, waren wir beide zufrieden. Wir haben also, Bezugsquellen für das Material (Sand, Zement, Werkzeug), ersatzweise jemanden zum Plattenlegen gesucht. Die Platten wurden schließlich geliefert (eigentlich recht schöne, schwarze Bruchplatten) und ich hab’ mir schon mal ausgerechnet, daß ich die 12 qm vor dem Haus plus 4 qm bis zum Autoabstellplatz an einem Wochenende fertig hätte. Das mit dem Materialeinkauf war aber doch ein Trugschluß, hätte es schon gegeben, den Sand aber nur als kompette LKW-Ladung, Zement sackweise (wäre ok, ein bis zwei Sack habe ich kalkuliert), aber die Schaufel kostet bei OBI soviel wie das ganze Verlegen (schätze deshalb haben die Handwerker so selten Werkzeug). Also jemanden suchen, der die Platten verlegt. War mir schon klar, daß dies ein Abenteuer wird.
In unserem Compound und überall draußen wir fleißig gebaut und werden Fließen und Platten gelegt. Also bin ich mit meiner Frau etwas rumgezogen und haben einige der „Spezialisten“ angesprochen. War schon atemberaubend, der Eine veranschlagte 2 Wochen mit 4 Mann und 1000RMB/Tag und pro Mann, Einige meinten, daß 3 – 5 Tage mit 2 Mann ausreichten und wollten dafür 500RMB/Tag zusammen. Schließlich fanden wir Einen, der sah sich das an, legte den Kopf schief und meinte, daß er es mit seinem Gehilfen in 2 Tagen und für 300RMB gesamt inclusive Material machen könnte. Das war, so dachte ich, unser Mann.
Dummerweise mußte ich dann aber genau 2 Tage vor dem vereinbarten Termin zu einer ganz dringenden Inbetriebnahme abreisen.
Klar, habe ich meine Frau entsprechend instruiert, Skizze gemacht und immer wieder eingeschärft „Gefälle weg vom Haus, keine Mulden, sauberes Gesamtbild“.
Am Abend des Tages, an dem die Jungs anfangen sollten, habe ich mit meiner Angebeteten telefoniert. Die Arbeiter sind nicht gekommen, nur der Chef hat angerufen, es würde doch etwas mehr kosten (400RMB) und sie würden morgen kommen. Warum nur, war ich so gar nicht überrascht?.
Nun gut, noch einmal meiner Liebsten eingeschärft - „Gefälle weg vom Haus, keine Mulden, sauberes Gesamtbild“.
Am nächsten Abend dann wieder der obigatorische Anruf. „Ja, die Arbeiter sind am Nachmittag gekommen und möchten den ganzen Abend und notfalls Nachts arbeiten, bis morgen ist Alles fertig. Sie werden auch aufpassen, daß Alles so wird, wie besprochen“.
Ein paar Tage später kam ich dann zurück, mit einem unerklärlich unruhigen Gefühl – oder ist es nach 7 Jahren in China erklärlich?
Genau!
Ein wunderschönes Gefälle, vom Garten zum Haus, eine wunderschöne Mulde vor der Terrasse, Mörtelreste überall, Lücken zwischen den Platten, überstehende Plattenenden zum Rasen hin. Super Arbeit!
Meine Frau kennt mich ja inzwischen und hat mich an diesem Abend ganz in Ruhe gelassen. Mann, war ich angefressen!
Hat mich dann etwas Zeit gekostet, zumindest die Fugen sauber zu vergießen und die Kante zum Rasen sauber gerade abzuschneiden, den Rest muß ich halt so nehmen, wie es Johannes gemäß der Bibel schon sagte: „Herr gib mir die Kraft die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann“.

12. Juni 2005
Heute ist mein Junior schon sehr früh auf den Beinen. Ist immer so, wenn einmal etwas länger schlafen könnte (und die Eltern auch). Nur wenn wir ihn unter der Woche wecken, dann geht’s meistens los „Mama, I like to sleep little more“ oder „Papa, I don’t like to go to school, I know everything already“.
Der Grund ist ganz einfach, ich hatte ihm versprochen, daß wir am Sonntag, wenn das Wetter mitspielt, zum Flugzeugträger fahren. Es gibt nämlich, nicht einmal weit von uns, einen Park und ein Teil dieses Parks ist ein militärisches Ausbildungsgelände und dient gleichzeitig als eine Art Museum für’s Militär.
Da gibt es in einem kleinen See einen „richtigen“ Flugzeugträger zu sehen.
Wir hatten einen riesen Spaß heute.
Es war sehr warm und die Sonne schien (durch den Smog), das garantiert einen schönen Tag, denn Chinesen haben Angst vor Sonnenschein und bleiben zu Hause. Na ja, es haben sich ungefähr 2000 – 3000 nicht von der Sonne abhalten lassen, aber das ist hier ja schon „menschenleer“.

Es gab auch reichlich Platz auf dem Parkplatz und dann am Eingang kein Gedränge und Geschiebe, einfach herrlich. Wir sind dann auch gleich zum Militärgelände und haben dort in einer Ecke einige alte Flugzeuge stehen sehen. Dort angekommen, war ich wieder einmal überwältigt von der chinesischen Kultur. Die Flugzeuge waren in einer derart lieblosen Weise arrangiert, natürlich verwahrlost und schmutzig, in den Reifen keine Luft und keine Möglichkeit, einen Blick ins Cockpit zu werfen, was natürlich für Kinder eine tolle Sache wäre. Mein Herz blutete und es viel mir wirklich schwer, einige Fotos zu machen. Wir sind dann schnell in Richtung Flugzeugträger weitergewandert. Davor auf dem Kai noch eine kleine „Ausstellung“ von Radfahrzeugen, Panzern und Kanonen – das gleiche Bild wie bei den Flugzeugen.
Im Inneren des Flugzeugträgers eine Ausstellung von Rad- und Kettenfahrzeugen der chinesischen Armee und an der Decke hängend einige Modelle, moderner westlicher Flugzeuge (im Maßstab von ca. 1:5, damit die chinesischen Originale überlegener aussehen). Dann rauf zum Deck. Der Flugzeugträger ist in Wirklichkeit ein Gebäude, die Maße stimmen aber mit dem Original überein, was ein schweißtreibendendes Treppensteigen bedeutet.
Auf dem Deck stehen ein paar alte, russische Migs, ein Hubschrauber und zwei neuere Mig, von zwei Marinesoldaten gegen Spionage und Sabotage geschützt, sonst ist es eigentlich leer. Wir genießen den Ausblick auf’s Umland, trinken eine kalte Cola und steigen wieder ab. Auf einem Zwischengeschoß gibt es noch eine Ausstellung von chinesischem Militärgerät in Modellen und Bildern. Ich entdecke einen Kübelwagen mit den Abzeichen der deutschen Wehrmacht, einen Tiger vom Afrikacorps, ein Sturmgeschütz von der Westfront und jede Menge amerikanische und deutsche Flugzeuge mit den original Hoheitszeichen. Meine Frau übersetzt mir die chinesische Beschriftung, es sind natürlich alles moderne Waffen der ruhmreichen Volksbefreiungsarmee. Lachen oder Weinen, ich bin mir nicht so sicher, wonach mir zumute ist. Mir fiel dabei eine Statistik zur militärischen Stärke verschiedener Staaten auf, die ich kürzlich im Internet gesehen habe. Bei den Zahlen zu China stand immer in Klammern dabei (some of them even work).
Auf dem Rückweg haben wir dann noch kurz das Gelände bewundert, auf dem Artilleristen das Richten üben. Einige Geschütze und etwa 5m davor eine Miniaturlandschaft mit Häusern und Bergzügen.
Einen kurzen Fußmarsch zurück zum Park und eine kleine Pause für einen kalten Drink (der Park ist wirklich schön angelegt, nur die Bänke zum Rasten stehen in der prallen Sonne, da hat jemand besonders gut nachgedacht).
Dann begeben wir uns auf die „Straße der Weisheit“. Wirklich schön angelegt, viele berühmte chinesische Wissenschaftler und Gelehrte als Steinfiguren, deren Namen mir nicht allzuviel sagen aber um ehrlich zu sein, hatte ich noch keine Möglichkeit mich mit der wissenschaftlichen Seite der 3000 Jahre alten Kultur auseinander zu setzen. Ich erkenne dies als Wissenslücke und erinnere mich an die Worte eines Dozenten, der immer vom „Mut zur Lücke“ sprach.
In der Nähe des Ausgangs fällt mir dann noch auf einer Seite des Weges eine Gruppe von etwa 10 Steinfiguren auf, die alle bekannte westliche Männer darstellt, auf der gegenüber liegenden Seite des Weges stehen etwa 50 bekannte chinesische Gelehrte. Besser kann man die Überlegenheit der chinesischen Kultur gar nicht demonstrieren.
Unser Junior bekommt noch einen Drachen vom Shop am Eingang und wir wandern, ziemlich verschwitzt und etwas müde zurück zum Parkplatz.
Dabei muß ich erwähnen, daß mir das schon bei verschiedenen Sehenswürdigkeiten in China aufgefallen ist. Hier gibt es diese unverschämte Abzockerei nicht, die man überall bei Sehenswürdigkeiten in Deutschland und Europa findet.
Klar, die Souveniers, die hier verkauft werden sind billiger Schund, aber sie sind auch billig und ein Film für den Fotoapparat, ein Eis oder eine Cola kosten genau so viel, wie im Supermarkt in der Stadt. Das gibt einen dicken Punkt für China.
Die Rückfahrt ist dann zum Glück nicht lange, denn der chinesische Straßenverkehr ist ja eine recht nervenaufreibende Angelegenheit. Obwohl Sonntag ist sind ebenso viele Lkw auf der Straße wie immer, die am schwersten Beladenen natürlich auf der linken Seite und auf der rechten Seite die „Profis“, zu erkennen an den weißen Handschuhen und der Sonnenbrille (bei jedem Wetter), mit beiden Händen verkrampft das Steuer gehalten und mit 25km/h im 5. Gang. Erinnert mich an meine Kindheit, als Huschke von Hanstein im Fernsehen Verkehrstips gab.
Daheim angekommen ein kaltes Bier eingeschenkt, kurz durchgeatmet und dann unserem Charlie erklärt, daß er weder auf dem Drachen sitzen noch daran hängen kann und der Drache ganz alleine „ohne Pilot“ trotzdem fliegen kann.

28.06.2005
Heute flog ich nach Hongkong, mein Arbeitsvisum läuft zum Monatsende aus und Verlängerung gibt’s nicht. Also kurz das Land verlassen (lustig, Hongkong ist noch immer Ausland), bei der dortigen Visaagentur gibt’s dann ein Businessvisum.
Die zwei Tage in Hongkong werden mir sehr gut tun.
Leider schaffe ich’s aber nicht mehr, das Auto zur jährlichen technischen Untersuchung (China-TÜV) zu bringen. Wird wieder kosten.

01.07.2005
Richtig – Hongkong war wieder unbeschreiblich. Interessante, und vor Allem nette Menschen getroffen, gutes Essen, gutes Bier – was will man mehr.

04.07.2005
Heute haben wir unseren Werkstattfritzen angerufen. Wir fragten nach, ob er das Auto zum TÜV bringen kann. Kein Problem (mir stellt’s immer die Nackenhaare auf, wenn ich das höre, bedeutet meist mittlere bis große Katastrophe).
Er meinte, in zwei Tagen wäre Alles erledigt. Wir haben also unseren geliebten Jeep von den Jungs abholen lassen. Dabei habe ich ihnen noch kurz erklärt, was es mit den zusätzlichen Schaltern auf sich hat und sie gewarnt, daß sie mir die Elektrik in Ruhe lassen sollen.

07.07.2005
Noch keine Nachricht von der Werkstatt. Als wir anrufen, meinte der Chef, daß es ein „kleines Problem“ gegeben hätte. Das Auto wäre aber schon fertig, es fehle nur noch ein Stempel auf einem Papier. Er denkt, daß morgen Alles fertig wäre.

08.07.2005
Bei der Werkstatt angerufen. Nein, der Stempel wäre noch nicht abgeholt. Wir können aber das Auto schon abholen. Wir vereinbaren, daß wir das Auto am Samstag abholen.

09.07.2005
Am Nachmittag fahren wir zur Werkstatt. Das Auto steht da. Der Chef ist nicht zu erreichen, erklärt uns die junge Dame am Schalter. Sie weiß auch nicht, was es kostet. Das Auto sollen wir mitnehmen und der Chef wird uns anrufen.
Da haben bei mir alle Alarmglocken geläutet. Auto abholen – Nichts bezahlen – nicht einmal einen Teilbetrag – da ist Etwas mehr als oberfaul!
Macht nix – wir haben uns ins Auto gesetzt und sind zum Einkaufen gefahren. Auf der Heimfahrt ist uns unser Jeep wieder stehen geblieben. Motorhaube auf. Neue Kabel entdeckt und erst einmal kräftig geflucht. Neue Kabel abgeklemmt, Sicherung überbrückt, nach Hause gefahren. Chef angerufen (ging plötzlich doch) heftigen Unmut preisgegeben. Chef verspricht zu kommen.
Chef kommt eine Stunde später und die Geschichte wird niemand glauben, ich schreibe sie trotzdem auf.
Die Jungs von der Werkstatt haben also das Auto durchgesehen und ein paar Kleinigkeiten in Ordnung gebracht. Dann ist einer der Jungs zum TÜV gefahren.
Dort haben sie gleich gesehen, daß es eine Chance gibt, etwas Geld zusätzlich zu verdienen. Also, erst einmal 200 RMB bezahlen, weil der Termin überschritten ist. Dann eine zusätzliche „Gebühr“ von 500 RMB, da das Auto schon alt ist (falls das nicht bezahlt wird, wird bestimmt ein Fehler gefunden, wenn nicht, wird der Fehler gemacht, also besser zahlen). Der Junge hatte nicht so viel Geld dabei und wollte zurück zur Werkstatt fahren um es zu holen. Als Pfand sollte er seinen Führerschein beim TÜV lassen. Als er wieder zurückkommt, wartet schon die Polizei auf ihn.
Der Führerschein war gefälscht. Die Polizei verdonnert ihn zu 10 Tagen Haft (in China kann die Polizei bis zu 3 Jahres Haft anordnen, ohne Gerichtsverfahren oder Anwalt und ohne Benachrichtigung an irgend jemanden).
Der Chef holt das Auto beim chinesischen TÜV ab und muß noch einmal eine Strafe von 1000 RMB (für den falschen Führerschein) bezahlen.
Er hatte sich einfach nicht getraut, uns diese Geschichte zu erzählen.
Dann verspricht er uns, daß er gleich am Montag zum chinesischen TÜV fahren wird, um den fehlenden Stempel zu holen. Er hätte schließlich das Prüfprotokoll, das ausweist, daß das Auto ohne Mängel wäre.
In der Zwischenzeit hatte ich festgestellt, daß der Fehler in der Elektrik von Ventilator für die Luftzufuhr im Inneraum kommt. Die Aircon hatte ich ja schon vorher zum Laufen gebracht und in der Werkstatt hatten die Jungs noch das Kondensat nachgefüllt. Dabei haben sie aber wieder an der Elektrik zum Ventilator rumgepfuscht. Sicherheitshalber bat ich den Chef noch, mir einen neuen Ventilator zu besorgen und mitzubringen.

 
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