Leben in China

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Charlie

Familie

Hallo, ich bin Charlie.

2001 bin ich in Shanghai geboren und nach dem Montessori Kindergarten ging ich zuerst 2 Jahre auf eine Internationale Schule, bevor ich in den internationalen Zweig einer chinesischen Schule wechselte. Das Lernen macht mir Spaß und ich interessiere mich sehr für Natur, Tiere und Technik.

In der internationalen Gemeinde in Shanghai aufzuwachsen ist spannend und belastend zugleich.
Seit Februar 2012 hat sich mein Leben durch den Umzug nach Deutschland wieder grundlegend geändert.

Auch hier gibt es einen steten Wechsel, man zieht um oder die Freunde ziehen um oder weg, man geht in eine andere Schule und man lernt neue Freunde oder eine neue Umgebung kennen.
Nun bin ich auch weggezogen und muß mich in einer völlig neuen Umgebung und einer neuen Schulsituation zurecht finden.

Die Interessen ändern sich ja auch so schnell, heute Automan, morgen Spiderman, heute Flugzeuge, morgen Raketen, übermorgen Scateboard oder Papa's Motorrad.
Auch in Deutschland hat sich das nicht geändert. Hier bin dem Modellfliegerverein beigetreten um meinen Hubschrauber weiterhin fliegen zu können und habe ein neues Hobby, das Trailfahren entdeckt.
Das macht mir großen Spaß.

In meiner Schule war das Thema "Umwelt" und "Umweltschutz" sehr stark thematisiert worden, denn das ist ein Kernproblem in China. Da haben wir sehr viel gelernt und wir sind für dieses Problem sensibilisiert worden, um so unverständlicher ist es dann für mich, wenn jeder seinen Abfall einfach aus dem Fenster wirft oder der Fahrer unseres Nachbarn immer mit laufendem Motor wartet, manchmal eine halbe Stunde lang.

In China stehen die Kinder schon unter einem sehr starken Leistungsdruck.
Einige meiner Freunde konnten beim Abschluß des Kindergartens schon ganz gut Klavier spielen oder Lesen und Schreiben.

Mein Tag begann um 6Uhr15 und nach Waschen, Anziehen und Frühstück verließ ich um 7Uhr das Haus, um zum Schulbus zu gehen. Etwa um 7Uhr45 traf ich in der Schule ein und um 8Uhr begann der Unterricht, der bis 15Uhr15 dauerte. In der Mittagspause assen wir in der Schulkantine, aber ich mochte das chinesische Kantinenessen nicht wirklch.
Um 16Uhr30 kam ich dann wieder nach Hause und mußte noch schrecklich viel Hausaufgaben machen.
Das hat sich jetzt gründlich geändert, was mir sehr gut gefällt.
Die neue Schule, die Sekundarschule Nachroth, ist nur 10 Minuten zu Fuß von unserem neuen Heim entfernt und so genügt es, um 7:45Uhr loszugehen.
Von 8Uhr bis 15Uhr 40 habe ich Unterricht, esse auch hier in der Schule, jetzt aber leckere deutsche Gerichte und wenn ich dann nach Hause komme, habe ich den größten Teil der Hausaufgaben schon fertig und der Rest ist schnell erledigt.

Wenn der Papa nach Hause kommt, gibt's Abendessen und danach kann ich noch etwas mit meinen Freunden spielen und Unsinn machen. Um 20Uhr muß ich Duschen, Zähne putzen und dann ins Bett. Manchmal darf ich noch ein Wenig lesen. Das hat sich auch in Deutschland nicht geändert. Lediglich das Spielen mit Freunden hat abgenommen, da ich noch nicht so viele Kontakte habe und viele Kinder etwas Probleme mit meinem noch nicht so guten Deutsch haben.

Zum Glück hatte ich in der Nachbarschaft ein paar gleichaltrige Freunde. Sie kamen aus ganz verschiedenen Ländern, aus Taiwan, Malaysia, Kanada, Frankreich, Deutschland und China. Da sprachen wir meist Chinesisch und Englisch. Jetzt ist das schon schwieriger. Die deutschen Kinder in meinem Alter können wenig Englisch, die türkischen Klassenkameraden tun sich oft auch in Deutsch etwas schwer und mir geht es auch nicht viel besser. Aber ich lerne fleißig Deutsch und bald "klappt es auch mit den Nachbarn".

Wenn ich Zeit dazu hatte, tollte ich viel mit meinen Freunden herum.
Ich spielte gerne Fußball und Basketball oder Tischtennis.
Jetzt in Deutschland hat das schon abgenommen.
Zwar spiele ich immer noch gerne Fußball, meist als Torwart, aber da sind meine deutschen Klassenkameraden sehr viel besser.

In unserem Compound in Shanghai war es relativ sicher, da konnte ich auch Fahrrad und Roller fahren und Rollschuh laufen.
Ich ging im Sommer auch jeden Tag im Pool zum Schwimmen und Tauchen. Das liebte ich sehr.
Hier gibt es auch ein Schwimmbad, wo ich gerne zum Schwimmen gehe.
Leider gibt es da so viele Regeln und der Spaß wird gebremstttttt.

Papa hatte mir auch ein Quad geschenkt. Da konnte ich schon ganz gut fahren.
Leider war das Quad sehr oft kaputt. Papa schimpfte immer "Chinese Quality" , aber ich glaube, er bastelte doch ganz gerne daran herum.
Das Quad haben wir dann in China zurückgelassen, denn hier in Deutschland hätte ich damit nicht einfach herumfahren können.
Das ist schon Schade. Aber ich habe im September einen Trailkurs gemacht und jetzt fahre ich am Wochenende gerne zum Training.

Wenn's Wetter nicht so gut ist, hatte und habe ich auch einen PC, eine Playstation und einen Fernseher mit DVD in meinem Zimmer.
Regelmäßig bekomme ich auch spannende Bücher, da kann ich viel daraus lernen und ich lernte in China auch etwas Gitarre spielen.

Interessant finde ich die Chemie. Da habe ich schon tolle Experimente gemacht, aber die Mama ist da nicht so begeistert.
Außer Insekten und Schlangen interessierten mich meine Haustiere.
Bunny Max, mein Hase starb 2010, er war 6 Jahre alt. Leider ist meine erste Katze 2010 auch gestorben. Das war sehr traurig.
Aber ich bekam dann Mimi, meine zweite Katze, die ich bis zum Umzug hatte.
Vielen Dank an Onkel Georg, der einen sehr guten Platz für sie gefunden hat.
Papa's Fische im Aquarium waren langweilig, die vermisse ich gar nicht.
Jetzt bin ich ein großer Fan von Papageien und weiß schon sehr viel über die verschiedenen Arten und deren Eigenschaften.
Papa und Mama haben mir versprochen, daß ich zwei Papageien bekomme, wenn ich die Aufnahme ins Gymnasium schaffe.
Vorerst habe ich "zum Üben" zwei Wellensittiche, um die ich mich kümmern muß.

Mit der Mama fuhr ich oft in den Ferien zu Opa und Oma nach Chongqing.
Das gefiel mir schon ganz gut, nur das Haus auf dem Land von Opa ist sehr alt und schmutzig.
Mit meinen Onkel und Tanten unternahmen wir dann immer sehr viel.

Mit dem Papa und der Mama zusammen waren wir auch schon in Deutschland und Österreich.
Da war es Winter und sehr kalt und es lag sehr viel Schnee. Das habe ich zum ersten Mal gesehen.
Wir waren auch einmal in Thailand im Urlaub. Das war ganz toll.
Wir waren viel am Strand und haben herrliche Touren gemacht.

Jetzt erlebe ich den zweiten Winter in Deutschland, aber leider gibt es nicht mehr so viel Schnee.
Mal sehen, ob das noch etwas wird. Ich würde schon gerne mit dem Schlitten fahren.

 
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