Leben in China

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Wuhan

China

Informationen aus Wikipedia

Wuhan

ist eine Unterprovinzstadt und die Hauptstadt der Provinz Hubei in der Volksrepublik China. In der Innenstadt - dem geografischen Stadtgebiet - leben 4.262.236 Menschen (Ende 2008) mit Hauptwohnsitz. Das gesamte Verwaltungsgebiet Wuhans hat 8.332.425 Einwohner (Stand 2005). Das knapp 8.500 km² große Verwaltungsgebiet stellt kein zusammenhängendes urbanes Siedlungsgebiet dar, sondern wäre - mit seiner außerhalb der Innenstadt dominierenden ländlichen Siedlungsstruktur - eher mit einer kleinen Provinz vergleichbar. Das innere Wuhan ist eine Zusammenlegung der drei ehemaligen Städte Wuchang, Hankou (früher oft auch als Hankow oder Hankau transliteriert) und Hanyang.

Administrative Gliederung
Die Stadt ist durch die zwei Flüsse in die drei ehemaligen Städte Wuchang, Hànkou, und Hànyáng, welche durch drei Brücken untereinander verbunden sind, aufgeteilt. Hanyang und Wuchang sind als eigenständige Stadtbezirke (auf Kreisebene) erhalten geblieben. Hankou wurde hingegen in mehrere neue Stadtbezirke untergliedert.
Heute setzt sich Wuhan aus insgesamt 13 Stadtbezirken zusammen. Diese sind:
   * Stadtbezirk Jiang'an, 64 km², 640.000 Einwohner, Sitz der Stadtregierung, Stadtzentrum;
   * Stadtbezirk Jianghan, 33 km², 460.000 Einwohner;
   * Stadtbezirk Qiaokou, 46 km², 540.000 Einwohner;
   * Stadtbezirk Hanyang, 108 km², 480.000 Einwohner;
   * Stadtbezirk Wuchang, 81 km², 980.000 Einwohner;
   * Stadtbezirk Qingshan, 45 km², 460.000 Einwohner;
   * Stadtbezirk Hongshan, 509 km², 780.000 Einwohner;
   * Stadtbezirk Dongxihu, 439 km², 250.000 Einwohner;
   * Stadtbezirk Hannan, 288 km², 110.000 Einwohner;
   * Stadtbezirk Caidian, 1.094 km², 460.000 Einwohner;
   * Stadtbezirk Jiangxia, 2.015 km², 660.000 Einwohner;
   * Stadtbezirk Huangpi, 2.261 km², 1,1 Mio. Einwohner;
   * Stadtbezirk Xinzhou, 1.500 km², 960.000 Einwohner.

Klima

Wuhan liegt auf 30°33' nördlicher Breite und 114°17' östlicher Länge. In Wuhan herrscht ein feuchtes Subtropenklima mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 16,3 °C und einer Jahresniederschlagssumme von 1194 mm. Die Durchschnittstemperatur im Januar fällt auf 0,1 °C, während sie im Juli auf 28,9 °C steigt.
Damit ist Wuhan im Sommer eine der heißesten und feuchtesten Städte Chinas. Alle zwölf Monate sind humid.

Geschichte
Eine der Brücken über den Jangtsekiang in Wuhan
Satellitenbild von Wuhan, 2005
Brücke über den Jangtsekiang in Wuhan
Die Region Wuhan wurde vor etwa 3000 Jahren erstmals besiedelt. Während der Han-Dynastie stieg die Bedeutung Hanyangs als Hafen. Im 3. Jahrhundert wurden Mauern zum Schutz von Hanyang (206 n. Chr.) und Wuchang (223 n. Chr.) gebaut. Letzteres bezeichnet auch die Gründung von Wuhan.
Im Jahre 223 wurde der "gelbe Kranich"-Turm , Huánghèlóu) am Jangtsekiang auf der Seite Wuchangs errichtet.
Unter der mongolischen Herrschaft (Yuan-Dynastie) wurde Wuchang in den Rang einer Provinzhauptstadt erhoben. Vor ungefähr 300 Jahren war Hankou schließlich eine der vier wichtigsten Handelsstädte des Landes.
Ähnlich wie in Schanghai gab es im Stadtteil Hankau bis Mitte der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts europäische Handelsstützpunkte (Konzessionsgebiete), weshalb noch viel Kolonialarchitektur erhalten ist wie z. B. das kaiserlich deutsche Konsulat.
Wuchang und Hankou spielten in der jüngeren Geschichte des Landes, der Zeit der Republik China, mehrmals eine zentrale Rolle. In Wuchang begann 1911 mit dem republikanischen Aufstand gegen die kaiserliche Zentralregierung in Peking die Chinesische Revolution. Der Kuomintang-Gründer Dr. Sun Yatsen wurde zum ersten (provisorischen) Präsidenten ausgerufen, überließ aber die Führung Pekings Armeechef Yuan Shikai, nach dessen Tod Wuchang und Hankou an die Chili-Fraktion der Nördlichen Militaristen fiel. Ihr General Wu Peifu beherrschte von Hankou die Bahnlinie nach Peking und ließ 1923 einen kommunistischen Bahnarbeiteraufstand zusammenschießen.
Doch schon 1926 eroberte eine Einheitsfront aus Kuomintang, Kommunisten und Guangxi-Warlords die Stadt und verlegte ihre südliche Gegenregierung nach Wuhan. Nach der Eroberung Nanjings brach die Einheitsfront 1927 auseinander, Chiang Kai-shek bildete aus rechten Kuomintang eine Nationalregierung in Nanjing, linke Kuomintang unter Wang Jingwei dagegen zusammen mit den Kommunisten eine Revolutionsregierung in Wuhan. Chiang unterwarf zwar sowohl Peking als auch Wuhan, wurde aber von der japanischen Armee 1937 aus Nanjing vertrieben. Stattdessen wurde Hankou Chiangs Regierungssitz und faktische Hauptstadt Chinas, 1938 aber ebenfalls von Japanern erobert. Von 1938 bis 1945 war dann Chongqing (Nachbarprovinz Szechuan) Chiangs Hauptstadt.

Das heutige Wuhan entstand 1953 durch den Zusammenschluss von Wuchang, Hankou und Hanyang. Heute ist Wuhan nach Chongqing die größte Stadt im Binnenland der VR China.
Die erste Brücke über den Jangtsekiang wurde in Wuhan im Jahre 1957 mit Unterstützung der Sowjetunion gebaut und erlaubte erstmals eine Eisenbahnverbindung zwischen der Nord- und der Südhälfte der Volksrepublik. Sie ist bis heute eine eindrucksvolle Konstruktion mit unterer Bahnlinie und der Straße obenliegend. Knapp 7 Kilometer nördlich ist 2006 die zweite Straßenbrücke (eine Schrägseilbrücke) eröffnet worden.

Wirtschaft, Verkehr
Die Stadt ist der industrielle Schwerpunkt Mittelchinas und hat die für chinesische Millionenstädte typische Mischung aus Produktionsbetrieben vieler Branchen, u. a. Motoren-, Schiffs-, Fahrzeug- und Maschinenbau, Zementfabriken, Textilwerke, chemische Werke, Papierherstellung, ein Aluminiumwerk sowie eine Brauerei nach deutschem Vorbild. Ein deutlicher Schwerpunkt ist die Eisenherstellung (aus heimischen Erzen und Kohle) sowie die Stahlindustrie mit mehreren Walzwerken. So wurde u. a. mit Hilfe deutscher Fachleute aus der Partnerstadt Duisburg ein Kaltwalzwerk errichtet.
Wuhan liegt fast genau in der Mitte zwischen den großen Räumen Beijing im Norden und Guangzhou (Kanton), Shenzen und Hongkong im Süden, sowie Shanghai im Osten und Chongqing im Westen des Riesenreichs. In alle diese Richtungen bestehen durchgehende Autobahnen, die sich hier treffen. Erschwerend auf den Verkehrsfluss der durch die Flüsse getrennten Stadt wirkt sich aus, dass es z. Z. nur zwei oft überlastete Brückenverbindungen (1957 und 2006 eröffnet) zwischen den beiden Hauptteilen Wuhans gibt. Traditionell ist der hier rund 1250 Meter breite Jangtsekiang die Lebensader für Schwer- und Massentransporte; der Wuhaner Hafen ist der größte Binnenwasserhafen Chinas: der Fluss ist bis hierher auch für Seeschiffe schiffbar.
Seit Dezember 2009 ist Wuhan Endpunkt der schnellsten Eisenbahnverbindung der Welt [4] nach Guangzhou, die bald nach Peking verlängert werden soll.
Der Flughafen "Wuhan Tianhe Airport" gehört zu den mittelgroßen Airports Chinas, er liegt rund 28 Kilometer nordwestlich der Stadt. Sein Flugplan weist ganz überwiegend binnenländische Flüge aus, dazu kommen einige Direktverbindungen zu ostasiatischen und indischen Zielen. Fernflüge nach Europa werden meist über Zubringer zu/von den Hubs Bejing, Shanghai und Hongkong abgewickelt. Ein zweites Terminal wurde 2008 eröffnet, da jedoch z. Z. nur eine Startbahn vorhanden ist, ist die Kapazität der Anlage nahezu ausgeschöpft.
Der innerstädtische Verkehr leidet enorm unter der Last einer zu schnellen Motorisierung: immer neue Straßenprojekte, sowohl als breite Durchbrüche in den alten Siedlungskernen als auch als neue Ring- und Zubringerstraßen in die neuen Stadtteile am Rande sollen Abhilfe schaffen.
Wuhan hat ein ehrgeiziges ÖPNV-Projekt in Angriff genommen: ab 2012 soll es ein schienengebundenes Nahverkersnetz geben. Die insgesamt sieben geplanten Bahnlinien mit 540 Kilometern Streckenlänge werden im Zentrum als U-Bahn und draußen in der Fläche als S-Bahn verkehren.

Bildungswesen
Neben der im Jahr 1903 zunächst als Lehrerakademie gegründeten Universität Wuhan beherbergt die Stadt noch zwanzig weitere Universitäten und Hochschulen, die sich z. T. auf neu angelegten Campi in landschaftlich schöner Lage eingerichtet haben. Fachrichtungen wie z. B. Vermessungswesen und Geographie, Medizin, Wasserwirtschaft, Metallurgie, Geologie und Baustoffwesen sind abgedeckt und werden meist durch eine dazugehörige Forschungslandschaft und neue Technologieparks ergänzt.
Die Universität Wuhan, deren landschaftlich parkartigen, an großen Wasserflächen liegenden Campus die dort Studierenden als den "schönsten der Welt" bezeichnen, ist eine der renommierten Universitäten Chinas.

Sehenswürdigkeiten
"Chu Town" am Dong-hu
   * Eine der wohl wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Wuhan ist die Kranichpagode.
   * Der Wuhan Changchun Tempel ist ein daoistischer Tempel im Stadtbezirk Wuchang.
   * Des weiteren befindet sich am westlichen Ufer des Dong Hu (=Ostsee) viele touristische Attraktionen. Eine davon ist das Hubei Provinzmuseum, in dem man sehr viele Ausgrabungstücke aus alten Gräbern und auch ein einzigartiges Glockenspiel für Konzerte bewundern kann. Außerdem befinden sich am Westufer Parks, ein Vogelzoo sowie ein Ozeanium.
   * Jiqing-Straße, auf dieser kann man viele Restaurants und Straßenkünstler finden. Diese Straßenkünstler sind unter den Chinesen sehr bekannt, da sie eine neue Liveshow aufführen, die Begebenheiten auf der gleichnamigen Straße beinhaltet. Hier kann man wunderbar miterleben, wie die Einheimischen leben, essen und sich amüsieren.
   * In Wuhan befindet sich der 311 Meter hohe Fernsehturm Guishan mit Aussichtsplattform auf dem Schildkrötenberg.
   * Höchstes Gebäude der Stadt mit 331 Metern ist das 2007 fertiggestellte wuchtige Minsheng Bank Building.

Ich hatte in Wuhan einige Male und längere Zeit beruflich zu tun.
Wuhan war die erste Stadt in China, die ich vor über 20 Jahren besuchte und ich würde die Stadt nicht wiedererkennen.
Es gibt in Wuhan, wie ein Blick auf obige Karte zeigt, sehr viel Wasser.
Vom verdreckten Tümpel über relativ gepflegte Seen bis zum "großen Fluß" ist Alles vertreten.
Leider belastet die schwüle Hitze im Sommer sehr und der Aufenthalt im Freien wird zur Qual.
Auch in Wuhan ist wie in allen chinesischen Städten der schnelle Wandel und Fortschritt zu beobachten.


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